Sonnenlicht- und altersbedingte Hautveränderungen

Sonnenlicht- und altersbedingte Hautveränderungen

Im Herbst, sobald das Sonnenlicht weniger intensiv und die Haut blasser geworden ist, treten nicht nur kleinere Sonnenschäden und Schönheitsmakel wie erweiterte Äderchen und sog. »Altersflecken« wieder deutlicher hervor, sondern auch sonnenlichtbedingte krankhafte Hautveränderungen.

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Bei über 50-Jährigen sind die durch das Sonnenlicht bedingten Verhornungsstörungen (= aktinische oder solare Keratosen) eine der häufigsten Diagnosen bei Vorsorgeuntersuchungen der Haut (Haut-Checks oder Hautkrebs-Screenings). Aktinische Keratosen entwickeln sich vornehmlich auf den »Sonnenterrassen« der Haut, d.h. auf den Schläfen, Wangen, Ohrmuscheln, Handrücken und auf der unbehaarten Kopfhaut. Die Jahre- bzw. jahrzehntelang wiederkehrende Einwirkung von Sonnenstrahlen – evtl. zusammen mit einer besonderen Sonnen-empfindlichkeit -  hat in diesen Fällen zu einer bleibenden Veränderung der Hornzellen in der oberen Hautschicht geführt. Diese Veränderungen sind leicht als Abweichung von der normalen Hautverhornung zu erkennen: nämlich als wenige Millimeter bis ca. 1 cm durchmessende, rötliche Unregelmäßigkeiten und Verdickungen der Hautoberfläche, von denen sich immer wieder kleine Schuppenkrusten lösen.

Aktinische Keratosen stellen die frühesten und für den Organismus noch harmlosen Stadien des Plattenepithelkarzinoms dar. Da sie jedoch bei längerem Bestehen in ein invasives Stadium übergehen können, sollten solche Veränderungen fachärztlich abgeklärt und behandelt  werden.

Eine Reihe von Behandlungsmethoden (Operation, Vereisung etc.) stehen zur Verfügung. Ein besonders sicheres und schonendes Verfahren, das zu einer narbenfreien Rückbildung von Aktinischen Keratosen führt, ist die sog. Photodynamische Therapie.

Diese Therapie wird seit über 10 Jahren in unserer Praxis durchgeführt. Die gute Wirksamkeit der Methode ist inzwischen durch zahlreiche Studien belegt. Die Vorgehensweise ist einfach und wenig belastend: Zunächst wird eine Creme für 3 Stunden auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. Diese Creme enthält einen Wirkstoff, der in dieser Zeit selektiv, d.h. ausschließlich von den krankhaft veränderten Hautzellen aufgenommen wird und diese extrem lichtempfindlich macht. Anschließend werden die Stellen mit einer speziell für diese Anwendung entwickelten, roten Kaltlichtlampe für 8 – 12 Minuten bestrahlt; dies führt zu einer selektiven Zerstörung der krankhaft veränderten Hautzellen, während die umliegende gesunde Haut geschont wird! In Einzelfällen wird die Behandlung nach 2 Wochen noch einmal wiederholt.

Nach einer vorübergehenden Rötung und Krustenbildung im Bereich der behandelten Stellen entwickelt sich nach ca. 8 – 10 Tagen wieder ein normales und vor allem narbenfreies Hautbild.

Andere harmlose, vom Sonnenlicht verursachte Hautveränderungen, die sich lediglich optisch störend auswirken wie erweiterte Äderchen auf den Wangen und der Nase oder sog. »Alters«- bzw. Sonnenflecken im Gesicht und auf den Handrücken lassen sich heute dank der Fortschritte der Medizin sicher und schonend mittels moderner Lasertechnik entfernen. Daneben treten natürlich auch sog. strukturelle Veränderungen durch die Sonneneinwirkung auf, d.h. nachlassende Elastizität, Trockenheit, unregelmäßige Pigmentierung etc. Inzwischen sind nicht nur diese Vorgänge  wissenschaftlich gut untersucht und Teil des dermatologischen Fachwissens sondern auch die Kenntnis von Wirksubstanzen und Behandlungsmethoden, die eingesetzt werden können, um den  Hautalterungsprozess zu mildern und teilweise rückgängig zumachen. Dermatologische Behandlungskonzepte, die der Regeneration der Haut dienen und eine Hautverjüngung zum Ziel haben, sind idealerweise in der nun bald beginnenden, leider sonnenlichtarmen, aber für die Haut »stressfreien« Jahreszeit durchzuführen.