Hautkrebsfrüherkennung mit dem konfokaler
 Laserscanmikroskopie – schmerzfrei und ohne Skalpell

 

Was ist ein konfokales Laserscanmikroskop?

Das konfokale Lasermikroskop (VivaScope) ist ein neues medizinisches Instrument zur digitalen Laserdiagnostik, mit deren Hilfe ein schmerz- und narbenfreier Blick in die Haut möglich ist. Es kann immer dann zum Einsatz kommen, wenn Hautveränderungen selbst von Fachmedizinern nicht eindeutig als gut- oder bösartig erkannt werden können. Bisher mussten Ärzte in solchen Fällen Gewebeprobe mit dem Skalpell entnehmen, um sie anschließend feingeweblich (histologisch) zu untersuchen. Diese Untersuchung kann nun direkt am Patienten erfolgen.

Für wen ist das Lasermikroskop geeignet?

Weißer Hautkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebsart weltweit. Daher ist es für jeden Menschen (lebens)wichtig, Hautveränderungen genau zu beobachten und durch einen Hautarzt kontrollieren zu lassen. Sei es ein dunkler Fleck am Dekolleté, ein helles Knötchen im Gesicht oder eine Pigmentierung am Hals – in der Regel stellt der Hautarzt schnell fest, ob diese oder andere Hautveränderungen gut- oder bösartig sind. Frühzeitig erkannt sind die meisten Hauttumoren dann sicher und unproblematisch zu behandeln. Dies gilt auch für den aggressiveren schwarzen Hautkrebs. In manchen Fällen ist es aber auch für den Experten schwierig, eine Hautveränderung eindeutig zu diagnostizieren. Hier ermöglicht das konfokale Lasermikroskop eine sichere Diagnose und Therapie.

Wie läuft die Behandlung ab?

Ziel der Vorsorgeuntersuchung ist es, auffällige Veränderungen der Haut aufzuspüren bevor Krebs entsteht. Die Dermatologin untersucht zunächst die Köperoberfläche mit bloßem Auge und mit dem Auflichtmikroskop. Hautveränderungen werden dokumentiert, um eventuelle Veränderungsprozesse über längere Zeit nachvollziehbar zu machen. Kritische Hautareale lassen sich mit dem konfokalen Lasermikroskop scannen. Innerhalb von acht Minuten kann die Ärztin so mithilfe des Lasers und digitaler Computertechnik eindeutig eine bösartige Gewebeveränderung diagnostizieren und erkennen, wo genau die Grenzen liegen.

Wie funktioniert das konfokale Laserscanmikroskop?

Mittels eines Laserstrahls werden Hautkrebs und andere Hautveränderungen in mikroskopisch präziser Auflösung auf einem Bildschirm dargestellt. Das konfokale Laserscanmikroskop wird dabei auf das betroffene Hautareal gesetzt und erzeugt durch die Lasertechnik Schichtaufnahmen der Bereiche, die unsichtbar unter der Hautoberfläche liegen.
Welche Vorteile bringt das neue Lasermikroskop? Bisher gab es nur eine wirklich zuverlässige Methode, zweifelsfrei die bösartigen von den gutartigen Veränderungen zu unterscheiden: Das verdächtige Gewebe musste mit dem Skalpell ganz oder teilweise herausgeschnitten und im Labor unter dem Mikroskop untersucht werden. Erst nach dieser sogenannten Biopsie, also viele Stunden bis einige Tage später, konnte der Mediziner eindeutig sagen, ob das entfernte Gewebe von einem Tumor befallen war. Ob es also wirklich entfernt werden musste oder nicht. Eine Narbe, und die nicht selten im Gesicht, aber war in jedem Fall entstanden. Und wenn es sich tatsächlich um Krebs handelte, musste oftmals ein oder mehrere Male nachoperiert werden, um den Tumor gänzlich zu entfernen. Mit dem neuen konfokalen Lasermikroskop lässt sich unmittelbar und sofort am Patienten das Gewebe genau bestimmen und auch die Grenzen zwischen gutartigem und bösartigem Gewebe lokalisieren. So kann die Hautärztin den Tumor entfernen, ohne einerseits zu viel herauszuschneiden oder andererseits zu wenig. Auch kann sie durch das Lasermikroskop feststellen, ob eine aktinische Keratose handelt, eine abnorme Hautveränderung aus der eine aggressive Form des weißen Hautkrebses entstehen kann. Die Keratosen müssen nicht mit dem Skalpell herausgeschnitten werden, sondern lassen sich mittels Laser entfernen.


 

Die Vorteile des konfokalen Lasermikroskop auf einen Blick

Schmerzfreie und unblutige Diagnosestellung.
Sofortige Diagnose und damit sofortiger Beginn der Therapie.
Keine Gewebeentnahme (also keine Schnitte mit dem Skalpell) auf Verdacht und damit keine Narbenbildung bei negativem Befund keine Nachoperationen, da im Falle eines positiven Befundes das bösartige Gewebe genau lokalisiert und entfernt werden kann digitale Dokumentation und Speicherung aller mit dem Mikroskop erhobenen Daten, damit Veränderungsprozesse sicher nachvollziehbar sind.

 


 

Wo können sich Patienten mit einem konfokalen Laserscanmikroskop untersuchen lassen?

Die Technik der mikroskopischen Laserdiagnostik wurde in den USA entwickelt. Die Dermatologin Dr. Dagmar Rohde setzt diese neue Technologie seit Herbst 2014 in ihrer Kieler Praxis ein und ist damit die erste und bisher einzige in Schleswig-Holstein mit diesem Angebot.